Dienstag, 14. August 2012

[Rezension] Delirium



Gebundene Ausgabe: 409 Seiten
Verlag: Carlsen Verlag GmbH (November 2011)
Sprache: Deutsch
Preis: 18,90€
Buchreihe: Ja, 1 von 3


Es ist jetzt vierundsechzig Jahre her, dass der Präsident und das Konsortium die Liebe als Krankheit identifiziert haben, und vor dreiundvierzig Jahren haben die Wissenschaftler ein Heilmittel dagegen entwickelt.


Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Amor deliria nervosa als schlimme Krankheit erkannt worden. Doch die Wissenschaftler haben ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser kleine Eingriff bevor, kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Danach wird sie geheilt sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals. Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll.


Das Thema des Buches hat mich von Anfang an angesprochen. Denn die Idee an sich, dass Liebe eine Krankheit ist, die zum Tod führt, ist gar nicht so schlecht. Hier wird sie natürlich komplett falsch angegangen, aber irgendwie ist schon etwas dran an den Symptomen und so. 
Etwas, das mir von Anfang an nicht so richtig gefallen hat, war der Schreibstil. Schon nach den ersten Seiten ist mir aufgefallen, dass er irgendwie "schwer" ist. Also nicht auf die Sprache, dass es schwer zu verstehen ist, sondern eher, dass es zäh ist und man es nicht so locker, leicht lesen kann. Die Vergleiche, von denen es mehr als genug gibt, fand ich irgendwie unpassend und merkwürdig. Und viele Beschreibungen der Umgebung waren meiner Meinung nach zu lang und zu ausführlich. Und trotzdem konnte ich mir die Umgebung bei manchen Orten nicht richtig vorstellen. Aber trotzdem fand ich die Orte an sich sehr schön. Zum Beispiel den Strand und die Natur. (Wisst ihr wie ich das meine?) 
Lena mochte am Anfang irgendwie nicht so richtig, aber ihre Entwicklung hat mir wirklich gut gefallen. Dafür war mir Hana von Anfang an sehr sympathisch. Genauso wie Grace. Manche andere Charaktere wären wir wahrscheinlich auch sympathisch gewesen, wenn bei ihnen der Eingriff nicht schon vorgenommen worden wäre. Wie zum Beispiel Raquel. Alex fand ich am Anfang irgendwie auch nicht so... Ich kann das nicht genau erklären, er wirkte irgendwie schwach, auf mich zumindest. Das hat sich aber dann mit der Zeit alles gelegt. Am besten gefallen hat mir das Ende. Also davon war ich wirklich geflasht. Wow. Damit habe ich gar nicht gerechnet. Und jetzt kann ich es natürlich kaum erwarten, bis der zweite Teil endlich rauskommt. (Was ja zum Glück gar nicht mehr so lang hin ist.)
Insgesamt ein gutes Buch mit tollem Ende, das aber noch Luft nach oben hat. Also ich bin vom Buch an sich gar nicht so begeistert, erst das Ende hat den Wow-Effekt für mich. Ich finde das ist aber noch ok, dafür, dass es der erste Teil ist. Dafür erwarte ich dann aber vom nächsten einfach mehr...




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