Montag, 14. Mai 2012

[Rezension] Zweiunddieselbe


Gebundene Ausgabe: 333 Seiten
Verlag: Fischer 
Sprache: Deutsch
Preis: 7,99€
Buchreihe: Nein              


 Körperlich unversehrt, aber ohne Erinnerung erwacht Jenna aus dem Koma. Verzweifelt versucht sie herauszufinden, wer sie einmal war. Denn der Mensch, als den ihre Eltern sie beschreiben, bleibt ihr fremd. Die Spannung verdichtet sich bis ins Unerträgliche, ja fast Klaustrophobische. Denn die Wahrheit, der Jenna Stück für Stück auf die Spur kommt, ist ungeheuerlich: Jenna hatte einen furchtbaren Unfall. Ihre Eltern haben alles medizinisch Mögliche getan, um sie am Leben zu erhalten. Doch was von ihr übrig war, waren nicht mehr als zehn Prozent ihres Gehirns. Wie viel Persönlichkeit steckt in diesen zehn Prozent? Wie viel davon ist Jenna? 


Früher war ich jemand namens Jenna.


 Die Storyidee finde ich total toll. Es ist meiner Meinung nach ein sehr interessantes und tiefgreifendes Thema. Ich habe ein bisschen gebraucht, um mich in die Story hineinzuversetzen, was meiner Meinung nach aber gar nicht so schlimm ist, weil es zum Buch passt. Man ist genauso verwirrt wie Jenna, die einfach in die Welt „hineingeworfen“  wird. Man ist genauso verloren und kann alle von Jennas Emotionen mitfühlen. 
Man konnte Jennas Wandlung total gut erkennen. Diese hat die Autorin sehr gut herausgearbeitet. Sie ist auch unter Menschen, die sie mag, ganz anders.
Die anderen Charaktere sind klasse. Sehr tiefgründig und gut durchdacht. Vor allem Jennas Mutter und Oma, aber ich will nicht zu viel verraten.
Der Schreibstil hat mich nicht sehr gefallen. Er ist ziemlich gewöhnungsbedürftig. Die Kapitelüberschriften bestehen alle nur aus einem Wort. Aber eben, weil es mich gestört hat, habe ich mir Gedanken darüber gemacht, warum die Autorin gerade diesen Schreibstil gewählt hat. Eigentlich passt es ganz gut. Jenna hat nach ihrem Unfall viel vergessen, vor allem bestimmte Wörter und ihre Bedeutung, die sie immer wieder nachschlagen muss. Oft sucht sie nach Wörtern. Daher habe ich mich nach einer gewissen Zeit mit dem Schreibstil abgefunden. Anfreunden konnte ich mich mit ihm aber trotzdem nicht.
Viele Frage, die Jenna sich im Buch stellt, fand ich wirklich gut und berechtigt. 

Was soll man tun, wenn erwartet wird, dass man zu einer fremden Frau ,,Mama" sagt?
Wie weit darf die Medizin gehen?
Was macht einen Menschen menschlich?





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