Sonntag, 2. September 2012

[Rezension] Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner


Broschiert: 288 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (11. November 2011)
Sprache: Deutsch
Preis: 12,99
Buchreihe: Nein





Kati ist mit Felix glücklich, aber nach fünf Jahren hat sich der Alltag in ihr Liebesleben geschlichen – und damit die Zweifel: Ist es überhaupt eine gute Idee, mit ihm alt werden zu wollen? Als sie Mathias kennen lernt und sich in ihn verliebt, wird Katis Leben plötzlich kompliziert. Und turbulent. Besonders, als sie von einer Straßenbahn erfasst wird und im Krankenhaus wieder zu sich kommt. Exakt einen Tag, bevor sie Felix das erste Mal begegnet ist – fünf Jahre zuvor.
Würden Sie alles genauso machen, wenn Sie die letzten fünf Jahre noch einmal leben könnten? Was würden Sie ändern?
Dieses Mal möchte Kati alles richtig machen – und sich für den richtigen Mann entscheiden.  


Ich stelle mir gern vor, dass es Schicksal war, das Kati und mich zusammengebracht hat.


Ich bin in dieses Buch im Gegensatz zum letzten Kerstin Gier-Buch, das ich gelesen habe, sehr gut hineingekommen. Von Anfang an war ich in der Geschichte drin und begeistert. Von der ersten Seite war ich sehr angetan von der Geschichte, der Hauptprotagonistin und ihrem Umfeld. Ich würde sagen, dass es nach der Edelstein-, der Mütter-Mafia-Trilogie und In Wahrheit wird viel mehr gelogen eines meiner Lieblingsbücher von Kerstin Gier ist. Vielleicht finde ich es sogar genauso gut wie In Wahrheit wird viel mehr gelogen. Es gab wirklich viele Stellen an denen ich laut auflachen musste.

Die Protagonistin Kati finde ich wirklich sehr sympathisch und lustig. Sie ist auch im Gegensatz zu anderen "Frauenbüchern" nicht so dümmlich. Viele Fragen, die sie sich gestellt hat, nachdem sie festgestellt hat, dass sie fünf Jahre in der Zeit "zurückgereist" ist, hätte ich mir auch gestellt. Es war wirklich sehr interessant darüber nachzudenken, was man alles ändern könnte oder würde, wenn man die letzten fünf Jahre noch einmal durchleben könnte. Irgendwie wäre es ja auch merkwürdig, wenn ich jetzt noch einmal in die 6. Klasse gehen würde...

Der Schreibstil von Kerstin Gier ist wie immer sehr gut. Locker, einfach und trotzdem intelligent. Wirklich super. Die Aufmachung des Buches ist ähnlich wie bei In Wahrheit wird viel mehr gelogen, aber hier gefällt sie mir sogar noch besser. Auf vielen Seiten waren immer wieder Zitate, die zur momentanen Handlung gepasst haben, eingefügt. Und ich habe auch noch ein paar herausgesucht:

The problem with the world is that everybody is a few drinks behind. Humphrey Bogard
Versuchungen sollte man nachgeben, wer weiß, ob sie wiederkommen. Oscar Wilde
Das Gewissen ist eine Schwiegermutter, deren Besuch nie endet. Henry Louis Mencken
 Erfahrung ist der Name, den jeder seinen Fehlern gibt. Oscar Wilde

Das Einzige, was mir an dem Buch nicht gefallen hat ist das Ende. Ich will nicht genauer ins Detail gehen, aber als ich fertig war, saß ich auf meinem Bett und dachte: Nein, nein, nein! 
Ich verstehe zwar die Botschaft und es ist auch sehr logisch, dass sie sich so entschieden hat, aber trotzdem... nee. Ich weiß auch gar nicht, wie ich das erklären soll, ohne zu spoilern. Aber, wenn ihr das Buch gelesen habt, versteht ihr vielleicht, was ich meine. 


 

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