Dienstag, 26. Februar 2013

[Rezension] Stadt der Diebe




Gebundene Ausgabe: 381 Seiten
Verlag: Karl Blessing Verlag
Sprache: Deutsch
Preis: 19,99€
Buchreihe: Nein


Neujahr 1942: Lew und Kolja warten im Leningrader Kresty-Gefängnis auf ihre Hinrichtung - der eine ein Plünderer, der andere ein Deserteur. Doch statt aufs Schafott führt man die beidem dem Geheimdienstchef der Stadt vor. Und der stellt sie - im Tausch gegen ihre Freiheit - vor eine schier unlösbare Aufgabe: Im belagerten, ausgehungerten Leningrad sollen sie innerhalb von sechs Tagen ein Dutzend Eier auftreiben.


Mein Großvater, der Messerstecher, tötete zwei Deutsche, bevor er achtzehn war.


Mal wieder eine Rezension, die ich irgendwie vor mir herschiebe, weil ich nicht genau weiß, was ich schreiben soll. Das Buch hat mir gefallen. So ist es nicht. Die Thematik hat mich wirklich interessant und auch die Geschichte war echt gut und alles war realistisch und gut umgesetzt, aber irgendwie hat etwas gefehlt und mal wieder kann ich nicht wirklich erklären, was es war. Es hat mir nicht so extrem gefehlt, dass ich dem Buch jetzt nur zwei Punkte gebe oder so. Nein, nicht wirklich. Aber das ist irgendwie das, was mir als erstes einfällt, wenn ich nach dem Lesen über das Buch nachdenke. Ich hätte irgendwie gedacht, dass mir ein Buch, das sich um so ein Thema dreht, näher geht. Also, dass es mich irgendwie berührt oder irgendwelche Textstellen mir ans Herz gehen, dass ich weinen muss oder so, aber das ist irgendwie nicht passiert. Ich liebe Bücher, die das schaffen und dieses hier hat das halt nicht getan. Ich weiß aber auch nicht, ob es zu dem Buch gepasst hätte, wenn es so gewesen wäre. An sich war es einfach ein gutes Gesamtpaket. Die Charaktere waren wirklich außergewöhnlich und interessant und Kolja hatte es mir von Anfang an ziemlich angetan, aber ich mochte auch Lew, aus dessen Perspektive das Buch erzählt wird. Ich mag die Geschichte, die Wendungen und wie alles verpackt und verstrickt ist. Genauso mag ich den Schreibstil und die Ausdrucksweise und so weiter, aber wie gesagt, ich dachte irgendwie, dass es trauriger und bitterer wäre. Das klingt vielleicht blöd und andere, die das Buch vielleicht auch gelesen haben, denken sich jetzt so: Hä, wieso? Es war doch traurig. Meiner Meinung nach, aber nicht traurig genug. Das kann vielleicht damit zusammenhängen, dass die Personen zu der Zeit schon so viele schlimme Dinge gesehen haben, dass sie einfach nichts mehr wirklich schockieren konnte oder, dass ich vielleicht etwas zuviel erwartet habe. Das kann aber eigentlich nicht sein, weil das Buch ja auf kaum einen Blog oder so zu finden ist. Vielleicht liegt es auch daran, dass der Mann, der es geschrieben hat, die Dinge so schildert, wie sie wirklich passiert sind. (Ich könnte mir gut vorstellen, dass es auf einer wahren Begebenheit beruht, vor allem, weil der Prolog da so einige Hinweise gibt.) und halt nichts dazu erfindet oder so. Was ja auch gut ist. So überladen oder was auch immer hätte es auch nicht sein dürfen.
So, jetzt habe ich aber genug gemeckert. Es war gut, aber nicht überragend und damit hat sich die Sache jetzt.



Kommentare:

  1. Ich kann dich zum Teil verstehen, ich finde auch, dass das Buch eher kühl geschrieben ist, aber ich fand es sehr passend zu der Geschichte an sich. Wenn du aber zu dem Thema ein emotionaleres Buch lesen magst, kann ich dir "Die Liebenden von Leningrad" nur empfehlen.

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  2. Oh danke, das werde ich mir mal anschauen :)

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