Dienstag, 13. Dezember 2016

[Rezension] The Miniaturist

The Miniaturist | Jessie Burton | 424 Seiten

INHALT

Set in seventeenth century Amsterdam—a city ruled by glittering wealth and oppressive religion—a masterful debut steeped in atmosphere and shimmering with mystery, in the tradition of Emma Donoghue, Sarah Waters, and Sarah Dunant.

“There is nothing hidden that will not be revealed . . .”

On a brisk autumn day in 1686, eighteen-year-old Nella Oortman arrives in Amsterdam to begin a new life as the wife of illustrious merchant trader Johannes Brandt. But her new home, while splendorous, is not welcoming. Johannes is kind yet distant, always locked in his study or at his warehouse office—leaving Nella alone with his sister, the sharp-tongued and forbidding Marin.

But Nella’s world changes when Johannes presents her with an extraordinary wedding gift: a cabinet-sized replica of their home. To furnish her gift, Nella engages the services of a miniaturist—an elusive and enigmatic artist whose tiny creations mirror their real-life counterparts in eerie and unexpected ways . . .

Johannes’ gift helps Nella to pierce the closed world of the Brandt household. But as she uncovers its unusual secrets, she begins to understand—and fear—the escalating dangers that await them all. In this repressively pious society where gold is worshipped second only to God, to be different is a threat to the moral fabric of society, and not even a man as rich as Johannes is safe. Only one person seems to see the fate that awaits them. Is the miniaturist the key to their salvation . . . or the architect of their destruction?

Erster Satz

The funeral is supposed to be a quiet affair, for the deceased had no friends.

Meine Meinung

„The Miniaturist“ war mal wieder eins der Bücher, die ich ewig vor mir hergeschoben habe. Am Anfang wusste ich nicht so richtig, was ich damit anfangen sollte und wohin die Geschichte geht—es hat auch recht lange gedauert bis man das wusste—aber alles in allem hat mich das Buch definitiv überrascht.
Ich will auf keinen Fall zu viel verraten, weil ich denke, dass den Inhalt dieses Buch jeder selbst für sich entdecken sollte. Ich kann aber sagen, dass es zumindest für mich um Themen ging, mit denen ich nicht gerechnet habe. Und das fand ich super. Ich glaube, ich habe noch nie etwas aus diesem Jahrhundert gelesen oder etwas, das in Amsterdam spielt.
Das Setting war echt toll. Ich war dieses Jahr selbst das erste Mal in Amsterdam und auch wenn das Buch fast 400 Jahre früher spielt, hat die Autorin es geschafft, mich in diese Zeit zurückzuversetzen (also in die Zeit, als ich in Amsterdam war, nicht 1686).
Leider habe ich aber auch ein paar Kritikpunkte. Es hat sehr lange gedauert, bis ich mit den Charakteren warm geworden bin. Mit manchen bin ich das aber auch wohl tatsächlich nie. Mit Nella konnte ich am Anfang nichts anfangen und das ist zum Ende hin besser geworden, aber mein Liebling wird sie wohl nie.
Von den anderen mochte ich überraschenderweise Johannes am liebsten—obwohl ich damit am Anfang wohl auch nicht gerechnet hätte. Es hat allerdings trotzdem nicht gereicht, um mehr als ein bisschen geschockt von seinem Schicksal zu sein (wer das Buch gelesen hat, weiß jetzt hoffentlich, was ich meine). Es war schrecklich, aber es hat mich nicht wirklich berührt.
Genauso wenig wie die Schicksale der anderen Charaktere oder ihre Geheimnisse. Die Auflösung von dem, was mit einem gewissen Hochzeitsgeschenk zu tun hat und um das sich irgendwie das ganze Buch dreht, war mir auch ein bisschen zu wage.
Trotzdem—das klingt jetzt alles viel negativer als es sein soll—ist das Buch sehr besonders. Auf positive Weise. Es ist definitiv ein Buch, das ich so oder so ähnlich noch nie gelesen habe. Auch abgesehen vom Jahrhundert. Es passt auch gut in den Herbst/Winter, weil das Buch zu genau der Zeit spielt. Ich bin echt froh, es endlich gelesen zu haben und hatte mal wieder überhaupt keinen Grund, es so lange vor mir herzuschieben. 

Bewertung

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

 
Design by Mira Dilemma.