Freitag, 19. Juli 2013

[Rezension] Der Junge, der Träume schenkte


Taschenbuch: 781 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (2011)
Sprache: Deutsch
Preis: 9,99€
Buchreihe: Nein


New York, 1909. Aus einem transatlantischen Frachter steigt eine junge Frau mit ihrem Sohn Natale. Sie haben ihre süditalienische Heimat verlassen, um in Amerika ihren Traum von einem besseren Leben zu verwirklichen. Doch ihre Hoffnung weicht schon bald tiefster Ernüchterung, denn in der von Armut, Elend und Kriminalität beherrschten Lower East Side gelten die brutalen Gesetze der Gangs. Nur wer über ausreichend Mut und Kraft verfügt, kann sich hier behaupten. So wie der junge Natale, dem überdies ein besonderes Charisma zu eigen ist, mit dem er die Menschen zu verzaubern vermag...


Anfangs hatten beide beobachtet, wie sie heranwuchs.


Als ich die ersten paar Kapitel gelesen habe, dachte ich mir so: Gott, wieso hast du dir das ausgeliehen? Es hat so viele Seiten... Und ich hätte niemals gedacht, dass es zu meinem jetzigen Highlight dieses Jahr wird. Ich hatte irgendwie schon fast seit Anfang des Jahres kein richtiges Highlightbuch mehr. Es haben mich zwar ein paar wirklich begeistern und haben fünf Sterne bekommen, aber so richtig krass begeistert hat mich irgendwie keins mehr.
Bis das hier kam.
Dafür, dass es so viele Seiten hat, habe ich es eigentlich echt schnell durchgelesen (Ich hatte zwar auch ziemlich viel Zeit wegen der Ferien und so, aber das muss ja nicht immer was heißen. Auf jeden Fall hat es mich aber total begeistert und ich konnte richtig in die Geschichte eintauchen. Die Seiten sind teilweise einfach nur so dahingeschmolzen. Die Geschichte war wirklich toll und die Charaktere haben mich allesamt begeistert. Die guten wie die bösen.
Die Geschichte erstreckt sich über... öhm... 10-15 Jahre (?). Ich bin mir nicht sicher, aber das hat mir ziemlich gut gefallen, weil es bei so einem dicken Buch irgendwie besser ist und einem die Charaktere viel mehr ans Herz wachsen als sonst, weil man ja teilweise mit ihnen aufwächst. Christmas war echt ein richtig, richtig toller Charakter. Ich mochte ihn echt von Anfang an und war immer gespannt, wie es in seinem Leben so weitergeht und fand es toll, wie man mit ihm die Höhen und Tiefen durchleben konnte.
Es ist ja ein historischer Roman, dessen Thema ich aber sehr, sehr interessant finde. Es geht um die Zwanziger Jahre und vor allem um die Entwicklung des Radios, der Fotografie und des Films mitzuerleben. Das war wirklich sehr interessant und man hat einen tollen Einblick erhalten.
Insgesamt lässt das Buch einen irgendwie an das gute im Menschen und den Zusammenhalt glauben, obwohl es eine Menge Negatives gibt. Doch trotzdem wird man irgendwie mit Hoffnung zurückgelassen, was mich wirklich begeistert hat. Ich habe auch ein paar Mal geweint, einmal weil es so traurig war, aber auch weil es so schön war. Das hat mich irgendwie dazu gebracht, dass mir das Buch noch mehr ans Herz gewachsen ist. Ich habe schon seit Ewigkeiten bei keinem Buch mehr geweint...



+ Bonusfeder


Kommentare:

  1. Hallo!

    Schöne Rezension. Das Buch steht noch bei mir im Regal und ich traue mich irgendwie nicht so richtig ran. Aber nach deiner Rezension werde ich es mir gleich nochmal überlegen, ob ich das Buch nicht demnächst zur Hand nehme :)

    Ich werde jetzt öfter hier vorbeischauen :)

    Ich würde mich freuen, wenn du auch mal bei mir vorbeischaust :)
    Good books never end.

    Alles Liebe,
    Jule ♥

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    1. Das Buch ist einfach klasse, eines meiner Jahreshighlights!

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