Freitag, 16. November 2012

[Rezension] Totenmädchen


Taschenbuch: 311 Seiten
Verlag: cbj (2011)
Sprache: Deutsch
Preis: 7,99€
Buchreihe: Nein




Oxford, im Jahre 1650:

Namhafte Mediziner und junge Studenten versammeln sich im Haus des Apothekers Clarke, um der Sezierung einer Leiche beizuwohnen - der der 16-jährigen Anne Green, die wegen Kindstötung zum Tode verurteilt wurde. In Wahrheit wurde Anne vom Neffen ihres Dienstherrn verführt und dann sitzengelassen - doch die Wahrheit hatte vor Gericht niemand hören wollen. Stunden nach Annes Tod ist der junge Student Robert der erste, der es wahrnimmt: Annes Augenlider flattern. Sollte das Mädchen, das noch auf dem Schafott ihre Unschuld beteuert hatte, den Strang überlebt haben?


Als ich aufwache, ist es sehr dunkel.


Ich habe das Buch irgendwann mal auf einem anderen Bücherblog entdeckt, fand die Beschreibung wirklich interessant und setzte es dann auf meine Wunschliste. Und irgendwann habe ich es dann für wenig Geld bei eBay gekauft. 
Ich lese auch an sich relativ gerne so "alte" Geschichten. Ich weiß nicht, ob man das Buch wirklich alles historischen Roman bezeichnen kann... 
Auf jeden Fall kann ich schon mal am Anfang sagen, dass ich ziemlich enttäuscht bin. Irgendwie hatte ich mir unter dem Buch etwas anderes vorgestellt bzw. hatte gedacht, dass noch mehr passiert. Also, da ich ja die Beschreibung (wie man das ja normalerweise tut) gelesen habe, wusste ich schon ungefähr, was passiert. Nur leider, ist ungefähr hier nicht ganz richtig. Denn es passiert außer dem, was in der Beschreibung steht nichts. (Zumindest nicht viel.) Das Buch hat 311 Seiten und ist noch in zwei Teile aufgeteilt. Und der erste Teil, der ca. 270 Seiten lang ist, erzählt nur noch mal genau das, was in der Beschreibung steht. Das fand ich irgendwie enttäuschend. 
Ich meine es ist cool, dass das Buch auf einer wahren Geschichte beruht (also nicht direkt cool, die Geschichte ist nun wirklich alles andere als cool, aber ihr wisst schon, was ich meine) und es war interessant etwas mehr über die Zeit zu erfahren. Die Autorin hat die Geschichte auch wirklich gut geschrieben und verpackt, aber eigentlich ist nie etwas Überraschendes passiert.
Die Charaktere fand ich auch ganz gut, wobei mir Robert aber besser gefallen hat als Anne. Eine Zeit lang (im ersten Teil des Buches, wechseln sich Robert und Anne mit dem "Erzählen" ab) haben mich die Anne-Kapitel gestört. Also nicht direkt gestört, aber ich hätte lieber mehr über Robert erfahren. 
Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Er war ziemlich flüssig, aber halt logischerweise der Zeit entsprechend. Das hat mich aber auch gar nicht gestört. 
Ich hatte auch eine Zeit lang darüber nachgedacht noch mehr Bücher von Mary Hooper zu lesen, weil sie ja doch relativ viel geschrieben hat, aber wenn mir das hier nicht so gut gefallen hat, ist das dann sinnvoll? 



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