Sonntag, 25. November 2012

[Rezension] Der Märchenerzähler



Gebundene Ausgabe: 447 Seiten
Verlag: Oetinger (Februar 2011)
Sprache: Deutsch
Preis: 16,95€
Buchreihe: Nein




SEINE LIPPEN WAREN KALT WIE SCHNEE

aber jenseits der Lippen lag Wärme von samtenem rotem Stoff, Stoff auf dem nächtlichen Decke eines Schiffes. Sie spürte seine Zunge und dachte an den Wolf.
Und wenn es wahr ist, dachte sie, wenn das Märchen wahr ist? Ein Genickschuss und ein tödlicher Biss in den Nacken. Alles stimmt. Und wenn ich einen Mörder küsse?


Blut.


Eigentlich lasse ich mir ja immer einen oder zwei Tage Zeit, um die Rezension für ein Buch zu schreiben, das ich gerade ausgelesen habe. Ich weiß nicht, warum es bei diesem hier anders ist. Kennt ihr das, wenn ihr in der Rezension versucht das, was das Buch euch mitgeben wollte, die Geschichte, die es erzählt hat, die Gefühle, die es in euch geweckt hat, weiterzugeben, aber nicht die richtigen Worte findet? Es gibt diese Bücher und dieses hier ist eines davon. 
Ich könnte schreiben, dass es alles hat: Drama, Liebe, Leidenschaft, Humor usw. Aber es würde hier nicht passen. Es passt einfach nicht, wenn ich das über dieses Buch schreibe. Weil es einfach anders ist. Man kann es nicht mit den anderen Büchern, die ich gelesen habe vergleichen. Mit keinem. Es ist so einzigartig und anders. Dieses Buch hat mich wirklich tief berührt. Ich meine, es gibt viele Bücher bei denen mir die Tränen kommen oder, die mich traurig machen, aber das hier hat mich irgendwie auf eine andere Weise berührt als diese Bücher. 
Ich war (oder bin immer noch), nachdem ich die letzte Seite gelesen habe, total aufgewühlt. Ich kann leider nicht sagen, warum, weil zu viel über die Geschichte sagen würde...
Genauso wenig möchte ich zu viel über die Charaktere sagen, weil ich glaube, dass dann ebenfalls zu viel über die Geschichte gesagt wird. Genauso wenig will ich darauf eingehen, warum der Titel "Der Märchenerzähler" so unglaublich gut passt.
Vielleicht kann ich aber ein bisschen etwas über Anna sagen. Anna ist die Protagonistin und am Anfang konnte ich irgendwie nicht so viel mit ihr anfangen und auch während des Buches konnte ich manche ihrer Handlungen nicht nachvollziehen bzw. hätte bestimmt anders gehandelt. Aber es hat mich nicht gestört. Es passt eben zu ihr. 
Der Schreibstil war ebenfalls sehr schön, fast poetisch. Am Anfang war ich ein wenig abgeschreckt, aber das hat sich im Laufe des Buches gelegt. Es war sehr packend und ich möchte unbedingt noch mehr Bücher von Antonia Michaelis lesen! 



+ Bonusfeder


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