[Rezension] Blood Fury

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Blood Fury | J.R. Ward | Spin-off #3 | 411 Seiten

INHALT

A vampire aristocrat, Peyton is well aware of his duty to his bloodline: mate with an appropriate female of his class and carry on his family’s traditions. And he thought he’d found his perfect match—until she fell in love with someone else. Yet when his split-second decision in a battle with the enemy endangers the life of another trainee, Peyton has to face the idea that his future, and his heart, actually lie with another.

Novo, as a female in the Black Dagger Brotherhood’s training program, feels like she has to prove herself to everybody—and she has no interest in being distracted by falling in love. But when Peyton proves to be so much more than a rich playboy, she is forced to confront the tragedy that has broken her soul and closed her off from love.

As the two grapple with Novo’s past and Peyton’s present, another couple must contend with an erotic connection that is unparalleled—and potentially scandalous. 

Saxton, who has had his heart broken, discovers in himself a deep-seated attraction to Ruhn, a new member of the household. But will the other male explore the connection? Or will he close his mind and his heart to what could be true love . . . and cost Saxton everything?

Erster Satz

When you had everything in the world, it never dawned on you that there were chances to miss.

Meine Meinung
(enthält Spoiler)

Die Black Dagger-Reihe (egal, ob Spin-off oder Original) fühlt sich für mich immer an wie nach Hause kommen. Sie ist eine der Reihen, die mich schon am längsten begleiten, weswegen ich mich immer freue zu einem neuen Buch daraus zu greifen. Auch bei Blood Fury hatte ich dieses Gefühl wieder, worüber ich echt froh war, nachdem mir The Chosen letztes Jahr ja nicht so gut gefallen hatte und sich die Wartezeit dadurch irgendwie noch länger angefühlt hat. 

Hinzu kommt, dass ich beim Lesen des letzten Teils im Dezember 2016 komplett in Umbruchstimmung war, nicht wusste, wo mein Leben hingeht und Angst vor der Zukunft hatte. Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr noch genau wisst, zu welchem Zeitpunkt in eurem Leben ihr ein Buch gelesen habt und wie ihr euch damals gefühlt habt und das immer damit verbindet? 

Irgendwie habe ich meine Sorgen dann auf das Buch projiziert, weil ich nach dem Beenden unbedingt mehr wollte und wusste, dass ich noch mindestens ein Jahr auf den nächsten Teil warten musste. Ich weiß noch, wie ich mir gesagt habe, dass der Stress auf jeden Fall vorbei ist, wenn ich erst einmal Teil 3 in den Händen halte und als ich das dann wirklich hatte, habe ich mich daran erinnert und war umso glücklicher darüber, wie sich im letzten Jahr alles entwickelt hat.

Das alles hat bisher nicht wirklich etwas mit dem Buch zu tun, aber es ist eins der vielen Dinge, die ich an Büchern liebe und deswegen wollte ich es euch natürlich nicht vorenthalten.

Abgesehen von dem allgemeinen Gefühl, das ich beim Lesen hatte, möchte ich jetzt aber natürlich noch über die Charaktere sprechen. Das Buch ist wie die anderen Teile der Spin-off-Reihe in zwei Handlungsstränge geteilt. Es geht wieder um zwei neue und zwei alte Charaktere. Obwohl man Ruhn  theoretisch auch zu den neuen zählen konnte. 

Teil eins dreht sich um Novo und Peyton und obwohl ich am Ende des letzten Teils wirklich gespannt auf ihre Geschichte war, habe ich hier doch etwas gebraucht, um mich mit ihnen anzufreunden. Zugegebenermaßen erinnere ich mich nicht mehr so genau, was im letzten Teil passiert ist, aber ich hatte irgendwie den Eindruck, dass Peyton einiges an Charakterentwicklung aus Blood Vow hier wieder verloren hat. Am Anfang ist es mir wirklich schwer gefallen, ihn zu mögen. Novo mochte ich hingegen sehr und ich war gespannt darauf, etwas über ihre Vergangenheit zu erfahren. 

Trotz der Startschwierigkeiten mochte ich die beiden im Mittelteil dann doch sehr zusammen und ich fand es sehr erfrischend, dass (Spoiler) auch nachdem sie das erste Mal Sex hatten, nicht einfach alle Prinzipien aus dem Fenster geworfen wurde und es nicht absolut perfekt, die Erleuchtung oder was auch immer war. Blöderweise gab es zum Ende hin dann jedoch ein paar Dinge, die mich gestört haben und ich glaube auch hier werde ich nicht ohne Spoiler auskommen… 

(Ab hier ist theoretisch alles ein Spoiler) Ich habe zuvor gesagt, dass ich es sehr mochte, mehr über Novos Vergangenheit zu erfahren und man lernt im Laufe der Zeit dann, dass sie der Grund dafür ist, dass sie sich von ihrer Familie entfernt hat (zurecht). Sie lernt damit umzugehen, aber irgendwie versucht sie doch bis zum Ende nicht ein einziges Mal mit ihrer Familie zu sprechen und ihr Verhalten zu erklären. Ich verstehe, dass man sich nicht mit seiner Familie aussöhnen muss, wenn man das nicht will und dass man gar nicht erst in ihrer Nähe sein muss, wenn sie nicht gut für einen ist, aber das ist eben auch nicht der Fall. Sie verbringt trotzdem Zeit mit ihrer Schwester und am Ende ist es eher Peyton, der ihr die Meinung sagt, während sie daneben steht und das passt meiner Meinung nach einfach nicht zu Novo.

Der zweite Punkt kommt eigentlich aus der gleichen Kategorie, aber es geht dabei noch um etwas anderes. J. R. Ward hat sich schon in vorigen Büchern sehr gerne, dem Klassenunterschieds-Klischee bedient aka wir können nicht zusammen sein, weil du/ich reich bin/bist und ich/du nicht und auch wenn ich damit nicht wirklich ein Problem habe, war genau das war gerade erst Thema in Blood Vow und deswegen hatte ich es ein bisschen satt. Genauso wie die Tatsache, dass es zum Ende noch einmal ordentlich Drama geben muss, was eigentlich mit einem zwei-minütigen Gespräch hätte vermieden werden können. Theoretisch gab es dafür zwar eine Erklärung, aber ich habe Charaktere, die nicht miteinander reden einfach so satt. (Spoiler Ende)

Teil zwei ging dann um Saxton und Ruhn, worauf ich mich auch sehr gefreut habe, nachdem es im letzten Teil angedeutet wurde. Ich liebe Saxton und es wurde langsam Zeit, dass er seine Geschichte bekommt. Die beiden sind auch tatsächlich seit langem mal wieder ein Paar, das ich seeeehr geshipt habe. Der Teil der beiden hat mir im Gegensatz zu Peyton und Novo von Anfang an gut gefallen und ich habe hier auch kaum etwas zu meckern und wahrscheinlich ist das auch eher Geschmackssache, aber ich möchte es natürlich trotzdem einmal erwähnen. 

(Mehr Spoiler) Von Beginn an wird Ruhns Charakterbeschreibung darauf aufgebaut, dass er sich in seinem neuen Zuhause nicht wohlfühlt und dass er nur wegen seiner Nichte dort ist. Das ist natürlich okay, aber im Laufe des gesamten Buchs ist Saxton der einzige, dem das auffällt (was ich ziemlich unrealistisch finde) und auch wenn das Problem am Ende theoretisch gelöst wird, wurde danach nie wieder darauf eingegangen. Ich fand ich das irgendwie ein bisschen… unvollständig. Genauso wie eins seiner Probleme am Anfang war, dass Ruhn denkt, dass Saxton ihn nicht akzeptiert oder auf ihn herabsieht, weil er nicht lesen kann. Weil er der gebildete Anwalttyp ist und ja. Irgendwie hatte ich auch hier darauf gehofft, dass Sax ihm dann hilft oder ihm lesen beibringt oder so, aber das ist leider nicht passiert. Auch das wurde am Ende überhaupt nicht mehr aufgegriffen und das fand ich echt schade. 

Genauso unvollständig hat sich leider die kleine „Ermittlungsgeschichte“ angefühlt, in die die beiden verwickelt werden. Da hätte ich mir ein bisschen mehr Hintergrund gewünscht oder zumindest eine Erklärung, warum die Leute die ganze Zeit so ominös wirken (und warum es zwei Menschen geschafft haben, Ruhn tödlich zu verwunden). (Spoiler Ende)

Fazit

Trotzdem hat mir die Geschichte der beiden sonst sehr gut gefallen. Sie hätte wahrscheinlich so 4,5/5 Punkten bekommen und die von Novo und Peyton 4/5. Insgesamt wäre das dann eine Bewertung von irgendwas dazwischen, aber ich habe mich wegen allem, was ich am Anfang der Rezi beschrieben habe, doch für 4,5 entschieden. 

Ich bin jetzt einfach sehr gespannt auf The Thief und hoffe, dass es mir wieder besser gefällt als The Chosen.

Bewertung

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