Freitag, 26. Mai 2017

[Rezension] Ausgelöscht

Ausgelöscht | Cody McFadyen | 458 Seiten | Reihe #4

INHALT

Smoky Barrett und die anderen Hochzeitsgäste blicken auf das Brautpaar vor dem Altar. Plötzlich durchbricht Motorenheulen die Stille. Ein schwarzer Mustang hält vor der Kirche. Die Tür öffnet sich, und eine Frau wird auf die Straße gestoßen. Ihr Kopf ist kahl geschoren, die Haut von blutigen Ritzern übersäht. Sie taumelt auf den Altar zu, fällt auf die Knie und stößt einen lautlosen Schrei aus.
Die Frau ist vor sieben Jahren spurlos verschwunden. Aber sie kann nicht über das reden, was ihr zugestoßen ist: Jemand hat eine Lobotomie an ihr durchgeführt und zentrale Nervenbahnen ihres Gehirns durchschnitten. Sie ist nicht tot, vegetiert aber als leblose Hülle vor sich hin.
Es wird weitere Opfer geben.

Erster Satz

»Ich werde das Leben sein«, sagte der Mann zu dem Jungen.

Meine Meinung

Es ist eine Weile her seit ich „Das Böse in uns“, den dritten Teil der Smoky Barrett-Reihe, gelesen habe. Der hatte mir damals gut gefallen, aber mich nicht so sehr umgehauen wie die beiden vorigen Bände. Vielleicht ist das der Grund, warum es ein halbes Jahr gedauert hat, bis ich den vierten Teil in die Hand genommen habe. Vielleicht war ich enttäuscht und hatte ein bisschen Angst wieder enttäuscht zu werden.
Doch dann hatte ich plötzlich Lust auf einen Thriller und wollte etwas, das mich packt und ein Buch, dass ich so spannend finde, dass ich es nicht aus der Hand legen möchte—das ist der Nachteil mit Rereads, sie machen zwar unglaublich viel Spaß, aber so spannend wie beim ersten Lesen sind sie doch nie.
Ich habe „Ausgelöscht“ also in die Hand genommen und auch wenn es immer noch nicht ganz an die ersten beiden Bücher herankommt, hat es mir wesentlich besser gefallen als Teil 3 und ich bin froh, dass ich es endlich gelesen habe und mich wieder genauso schocken konnte wie ich es gewohnt war.
Das Buch ist furchtbar. Wirklich grausam. Und ich würde es definitiv niemandem mit schwachen Nerven empfehlen. Für alle anderen Thrillerliebhaber aber—zumindest die, die es noch nicht gelesen haben—kann ich es definitiv empfehlen. Nichts an dieser Geschichte ist vorhersehbar und die Dinge, die vorhersehbar sind, sind so schlimm, dass man die ganze Zeit nur darauf hofft, dass sie noch irgendwie verhindert werden können, auch wenn alles dagegen spricht.
Ich weiß, dass der 5. Teil bis jetzt nicht besonders gute Kritiken bekommen hat und ich weiß deswegen noch nicht, ob ich ihn überhaupt lesen werde. Eigentlich möchte ich mich ja selbst davon überzeugen, aber ich möchte die Reihe auch gerne positiv im Gedächtnis behalten.

Bewertung

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