Dienstag, 11. Oktober 2016

[Rezension] Das Böse in uns

Das Böse in uns | Cody McFadyen | Reihe #3 | 445 Seiten
INHALT

Ein Flug nach Virginia. Alles wie gewohnt. 
Doch nach der Landung entdeckt die Besatzung die Leiche einer jungen Frau. Sie wurde während des Fluges ermordet. Der Täter ist spurlos verschwunden. Für die FBI-Agentin Smoky Barrett gibt es lediglich einen Hinweis: ein silbernes Kreuz mit der Zahl 143 im Körper der Toten. Zählt der Mörder seine Opfer? Smoky hat es offenbar mit einem Serienkiller zu tun. Denn im Internet tauchen brutale Videos von Hinrichtungen auf. Die Filme verraten, dass jedes Opfer Sünden begangen hatte, die wie ein Schatten auf seiner Seele lasteten: Mord, Kinderschändung, Vergewaltigung. Mit seinen Taten will der Mörder die Schuld seiner Opfer sühnen. Smoky Barrett steht als Nächste auf seiner Liste. Denn auch sie hat ein finsteres Geheimnis.

Erster Satz

Sterben ist eine einsame Sache.

Meine Meinung

Die Smoky-Barrett-Reihe ist eine meiner Neuentdeckungen dieses Jahr. Sie ist nach Rizzoli & Isles (da habe ich mittlerweile bis zum neusten Teil gelesen) die erste Thrillereihe, die ich lese, und nachdem ich mit einigen anderen Reihe ein paar Startschwierigkeiten hatte, bin ich echt froh darüber, dass ich doch noch eine gefunden habe, die mir von Anfang an gefällt. Die ersten beiden Teile haben mich schwer begeistert (und ein bisschen verstört). Den dritten Teil wollte ich dann diesen Monat für die Gruselstimmung lesen und habe mich auch schon sehr darauf gefreut.
Leider muss ich aber sagen, dass dieser Teil für die Reihe bisher der schwächste ist. Er hat mir immer noch gut gefallen und war spannend und irgendwie krank, aber insgesamt—einfach weil mir die anderen Teile sehr gut gefallen haben—war ich von diesem enttäuscht.
Vielleicht lag es an der Thematik. Ich bin nicht religiös, weswegen ich mit dem Fall bzw. dem Motiv des Täters recht wenig anfangen konnte. Natürlich war die Ausgangssituation (SPOILER: dass die Beichtstühle abgehört wurden) schon beängstigend, aber da ich nicht katholisch bin und mir das deswegen auch nicht passieren kann, hat es mich weitaus weniger schockiert als vielleicht manch anderen.
Es gibt noch einen weiteren Punkt und ich weiß nicht genau, wie ich ihn erklären soll, aber irgendwie hatte ich in diesem Teil keinen so guten Draht mehr zu Smoky. Einige ihrer Gedanken konnte ich nicht so ganz nachvollziehen. Nicht, dass ihr Charakter aus der Rolle gefallen ist. Einiges fand ich storytechnisch einfach nicht unbedingt nötig. Es hätte für mich nicht sein müssen und aus meiner Sicht hat es sich ein bisschen so angefühlt als ginge es nur darum, den Fall mit der Ermittlerin zu verbinden. Für alle, die das Buch schon gelesen haben, ist jetzt hoffentlich klar, was ich meine. (Falls nicht: Smokys eigene Beichte, nachdem sie eigentlich gesagt hat, dass sie nichts mit der Kirche am Hut hat und wie es ihre Entscheidungen beeinflusst hat).
Ansonsten habe ich gelesen, dass der vierte Teil wieder besser werden soll und deswegen bin ich darauf jetzt sehr gespannt.  

Bewertung

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