Montag, 6. Juni 2016

[Rezension] Vicious

Vicious | V. E. Schwab | 364 Seiten | Reihe #1
Victor and Eli started out as college roommates—brilliant, arrogant, lonely boys who recognized the same sharpness and ambition in each other. In their senior year, a shared research interest in adrenaline, near-death experiences, and seemingly supernatural events reveals an intriguing possibility: that under the right conditions, someone could develop extraordinary abilities. But when their thesis moves from the academic to the experimental, things go horribly wrong.

Ten years later, Victor breaks out of prison, determined to catch up to his old friend (now foe), aided by a young girl whose reserved nature obscures a stunning ability. Meanwhile, Eli is on a mission to eradicate every other super-powered person that he can find—aside from his sidekick, an enigmatic woman with an unbreakable will. Armed with terrible power on both sides, driven by the memory of betrayal and loss, the archnemeses have set a course for revenge—but who will be left alive at the end?

Victor readjusted the shovels on his shoulder and stepped gingerly over an old, half-sunken grave.

Ich bin ein riesiger Fan von Superheldengeschichten. Bis ich das Buch gekauft habe, wusste ich nicht, dass das hier auch eine ist. Aufgrund der fast ausschließlichen sehr positiven Meinungen dazu, war ich wirklich gespannt darauf, was sich dahinter verbirgt. 
Jetzt bin ich wirklich glücklich, dass ich das Buch endlich gelesen habe. Es hat mich von Anfang an gefesselt und ich wollte schon nach den ersten Seiten wissen: Was ist passiert? Wie ist es passiert? Und was wird noch passieren? 
Ich weiß nicht, ob man Victor als sympathisch bezeichnen kann, aber er ist ein sehr interessanter Charakter. Ich mochte es besonders am Anfang sehr aus seiner Perspektive zu lesen, weil seine Gedankengänge einfach… anders und irgendwie besonders waren. Obwohl ich ihn am Anfang des Buches aus ganz anderen Gründen mochte als am Ende. Er hat sich verändert, als die Geschichte sich weiter zugespitzt hat und man konnte auch verstehen, warum er Eli die Schuld für alles gegeben hat, was passiert ist. 
Eli war genauso interessant wie Victor, aber auch wieder auf ganz andere Weise. Beide Charaktere sind einfach unglaublich komplex und haben beide eine Menge eher zweifelhafte Eigenschaften—was mir aber wirklich sehr gut gefallen hat. Manchmal braucht man mal eine Geschichte, bei der man die Handlungen der Charaktere nicht hundertprozentig—eigentlich eher gar nicht—unterschreiben kann. Keiner hatte völlig Recht, aber auch nicht völlig Unrecht. Für die Charaktere kann ich die Gedanken und die darauf folgenden Handlungen jedenfalls sehr gut nachvollziehen. 
Die Strukturierung des Buches mit Rückblicken und Zeitangaben über den Kapiteln mochte ich auch sehr. Es war überhaupt nicht unübersichtlich oder durcheinander, sondern hat nur dazu beigetragen, die Geschichte noch spannender zu gestalten und weiter heranzutreiben. 
Sogar das Ende fand ich klasse—und das kommt auch nicht so oft vor. Meistens sind Enden wir für mich okay, aber sie bleiben mir selten wirklich positiv im Gedächtnis. 
Das Buch ist, meiner Meinung nach, trotzdem etwas speziell und deswegen bestimmt nicht etwas für jeden. Mich konnte es aber komplett überzeugen und ich freue mich sehr darüber, dass es noch einen zweiten Teil geben soll. 

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