Dienstag, 25. März 2014

But, mother, I don't want to grow up

Es ist 23:11 Uhr an einem Dienstagabend und es sind nur noch neunundvierzig Minuten bis zu meinem Geburtstag. Dem achtzehnten. 
Ob ich mich darüber freue?
Ob ich es kaum erwarten kann?
Ich weiß es nicht.
Für mich vergeht die Zeit einfach viel zu schnell. Gerade war doch noch Mitte Januar. Gerade habe ich noch hundert Tage bis zu meinem Geburtstag gezählt. Gerade war ich doch noch fünfzehn. Wo ist die Zeit hin? Wie lange habe ich mich auf diesen Tag gefreut? Wie oft habe ich auf die große Freiheit gewartet? Wie viele achtzehnte Geburtstage habe ich mit meinen Freunden schon gefeiert, ohne zu bemerken, was das eigentlich tatsächlich bedeutet? 
Ich bin nicht erwachsen. Ich habe keine Ahnung von Politik, Versicherungen oder Bausparverträgen. Ich verplempere meine Zeit damit alberne Serien zu gucken oder Mario Kart zu spielen. Ich kann immer noch nicht bei Mensch ärgere dich nicht verlieren. 
Aber was bedeutet eigentlich Erwachsen sein? Verantwortung, Unabhängigkeit und Rationalität?
Die Unabhängigkeit nehme ich gerne. Wie lange habe ich schließlich darauf gewartet, mich einfach ins Auto zu setzen und weg zu fahren? Wie oft habe ich mir gewünscht, von niemandem mehr abhängig zu sein? Wer möchte nicht genau das tun und lassen, was er will? Aber was ist mit Verantwortung, Rechten und Pflichten? Ich darf jetzt bis sechs Uhr in der Disko bleiben, wählen gehen oder von zu Hause ausziehen. Das ist ja alles schön und gut, aber im Prinzip ändert sich doch nichts.
Geht nicht alles so weiter wie bisher? Ich werde immer noch zu viele Süßigkeiten essen, zu viel Zeit verschwenden oder über dumme Witze lachen. Ich will reisen, wegfahren und Kinofilme ab achtzehn ansehen oder endlich Cocktails in Restaurants trinken dürfen. Ich will nicht daran denken, dass ich nur noch sechs Tage lang zur Schule gehe, in einem Monat die erste Abiklausur schreibe und es nur noch 108 Tage bis zum Abiball sind. Ich will nicht daran denken, dass ich in weniger als einem halben Jahr offiziell arbeiten gehe. Ich wollte immer Veränderungen, aber jetzt können sie mir gestohlen bleiben. Ich will nicht, dass sich alles ändert. Das geht viel zu schnell.

Kommentare:

  1. Also erstmal: Herzlichen Glückwunsch :)) Ich verstehe genau was du meinst, die Zeit vergeht irgendwie viel zu schnell... Da bin ich jetzt wieder ganz froh, dass ich erst 15 bin und noch zweieinhalb Jahre Zeit habe bis zum achtzehnten Geburtstag^^ Aber du hast da echt einen richtig schönen Post geschrieben, ich hab ihn jetzt schon drei Mal gelesen :D

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    1. Oh, vielen Dank :3
      Ja, das ist wirklich verrückt!
      Dankeschön, das freut mich gerade total :)

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  2. Auch von mir erstmal alles gute zu deinem Geburtstag ♥ Dein Text ist wunderschön und hat mich wirklich berührt. Ich habe auch noch ein bisschen Zeit zu meinem 18., aber trotzdem vergeht die Zeit viel zu schnell. Liebst, Emme ♥

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    1. Vielen, vielen Dank :)
      Es ist wirklich verrückt!

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