Mittwoch, 15. Mai 2013

[Rezension] Dark Canopy



Gebundene Ausgabe: 524 Seiten
Verlag: Script5 (März 2012)
Sprache: Deutsch
Preis: 18,95
Buchreihe: Ja, 1 von 2


Die Percents, für den dritten Weltkrieg geschaffene Soldaten, haben die Weltherrschaft übernommen und unterjochen die Menschen. Rebellenclans versuchen, außerhalb des Systems zu überleben. Mit ihnen kämpft die 20-jährige Joy gegen das Gewaltregime. Doch dann fällt sie dem Feind in die Hände und muss feststellen, dass sich auch unter den vermeintlichen Monstern Menschlichkeit findet. Und sogar noch mehr ...


Ich hatte immer behauptet, der erste Percent, der in meinen Wurfradius tritt, würde ihn nicht lebend verlassen.


Ich weiß nicht, was ich schreiben soll. Meine Euphorie hat sich eigentlich gelegt, aber ich weiß es trotzdem nicht. Ich wollte extra warten nur hat mir das auch nicht geholfen.
Ich habe versucht nicht so hohe Erwartungen zu haben, weil das ja meistens nach hinten losgeht, aber so richtig hat es hier leider nicht geklappt (Nicht, dass das schlimm gewesen wäre. Es hat mir immer noch echt gut gefallen). 
So, also. Die Welt, die Jennifer Benkau erschaffen hat, ist wirklich absolut überzeugend. Düster und doch so realistisch. Am Anfang habe ich mich gefragt, warum ich nicht sofort einen Zugang zum Buch gefunden habe, weil die Idee und die Umsetzung einfach total super sind. Mein Problem war irgendwie die Protagonistin, Joy, die ziemlich gefühlskalt ist. Aber es hat sich trotzdem gut lesen lassen und als ich dann einmal drin war, konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Das Buch hat mich echt um ein paar Stunden Schlaf gebracht - doch das war es absolut wert. 
Die anderen Charaktere, zum Beispiel Matthial war mir am Anfang total sympathisch, was sich im Laufe des Buches aber relativ schnell gelegt hat :D (Ich verrate natürlich nicht, warum). Die paar Kapitel in denen er "erzählt" hat, haben mich fast gestört, aber sie gehören nun mal dazu und sie sind auch gut geschrieben und gehören einfach zur Geschichte, aber es ist halt irgendwie blöd, wenn man den Erzähler nicht mag. 
Mit Néel konnte ich ja zuerst auch nichts anfangen, aber das lag daran, dass er so unnahbar war und ich ihn überhaupt nicht einschätzen konnte. Doch es hat nicht wirklich lange gedauert, bis ich ihn wirklich gerne mochte. 
Ich finde auch, dass der Konflikt zwischen dem, was Joy als Rebellin "gelernt" und geglaubt hat und den Erfahrungen, die sie im Laufe des Buches macht wirklich gut dargestellt sind. Ich konnte das alles total gut nachvollziehen und mir wäre es bei vielen Dingen wahrscheinlich nicht anders ergangen. Zu der Zeit habe ich mich auch besser mit Joy angefreundet und ich konnte ihre Handlungen usw. immer besser nachvollziehen. 
Das Ende ist irgendwie total überraschend. Also ich weiß nicht, ob ich da die Einzige war, die überrascht wurde, aber damit habe ich einfach überhaupt nicht gerechnet. Ich kann es kaum erwarten den zweiten Teil zu lesen, aber ich schätze da muss ich erstmal warten, bis ich wieder Geld habe...
Ich wollte nicht zu viel erwarten und wurde zum Glück auf ganzer Linie überrascht und gefesselt und ach, das Buch hat es mir einfach total angetan. Ich kann es nur empfehlen. Vor allem, weil es mal etwas Anderes ist(, was vielleicht auch daran liegen könnte, dass es in Großbritannien spielt und nicht in Amerika!)




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