Donnerstag, 14. März 2013

[Rezension] Chill mal, Frau Freitag



Taschenbuch: 333 Seiten
Verlag: ullstein
Sprache: Deutsch
Buchreihe: Ja, 1 von 2
Preis: 9,99€



»Hitler hat die Mauer gebaut«, glauben Abdul und Ronnie. Esra stylt sich im Disco-Islam: rosa oder türkis mit Glitzer und natürlich Kopftuch. Und Samira, die Klassenqueen, kann sich keine Sekunde von ihrem Handy trennen und hält hyperaktive Siebtklässler in Schach. An Frau Freitags Schule geht es immer voll ab. Ihr Alltag als Lehrerin ist absurd-komische Realsatire – verrückt, anrührend und vor allem sehr lustig. Aber Frau Freitag findet: Ich habe den schönsten Beruf der Welt.


» Niemand nimmt mir mein Handy ab! Niemand! «


Ich hab' von dem Buch durch eine Freundin erfahren und sie war wirklich begeistert. Dann habe ich es in der Bücherei gesehen und dachte: Na, das kannst du ja auch noch mitnehmen. Sie ist an sich nicht der Mensch, der viel liest. In meiner Umgebung liest sowieso niemand so viel wie ich. Was echt traurig ist, aber na ja. Sie meinte auf jeden Fall, dass sie das Buch innerhalb von zwei Tagen oder so durchgelesen hat und, dass es ihr wirklich gut gefallen hat.
Bei mir ist das leider nicht ganz so. Mir ist es unglaublich schwer gefallen in die Geschichte rein zukommen. Es ist aber auch nicht wirklich eine Geschichte. Es besteht eher aus vielen Kurzgeschichten, was ich schon mal grundsätzlich irgendwie nicht so mag. Der Schreibstil war auch eher nicht so mein Ding. Ich meine, klar, es ist der Sinn des Buchs die Sprache der "Kinder" zu zeigen, aber ich mag es bei Büchern so gut wie nie, wenn sie zu umgangssprachlich geschrieben sind. Genauso fand ich es irgendwie ein wenig langweilig die Geschichten zu lesen, die wahrscheinlich lustig sein sollten. Es gab aber nur zwei oder drei Stellen im Buch an denen ich wirklich lachen musste. Das finde ich irgendwie schade. Das Buch war ja auch Spiegelbestseller, oder? 
Das Thema, das angesprochen wird ist natürlich wichtig und ich habe mich auch schon gefragt, wie das auf den Gesamtschulen wirklich abläuft und war immer ziemlich abgeneigt. Da ich auch einer der "Gymnasiumschüler" bin, konnte ich damit irgendwie noch weniger anfangen. Ich wusste zwar, dass es wahrscheinlich ähnlich ablaufen würde, trotzdem haben mich manche Dinge einfach schockiert. 
Unsere Gesellschaft hat sich sowieso so gewandelt und na ja, ich habe mich noch nicht genug damit beschäftigt, als das ich hier jetzt große Reden schwingen könnte oder so, aber ich finde das alles ganz schön traurig. Weil man irgendwie genau mitkriegt, wie alles den Bach runtergeht.
Wenn man jetzt mal von der "Handysucht" ausgeht, die in dem Buch ja ziemlich ausführlich angesprochen wird, ist an meiner Schule genauso. Und ich bin genauso handysüchtig wie alle anderen. Das finde ich auch traurig, aber nicht traurig genug, um etwas dagegen zu machen. Tja. 
Alles in allem war das Buch aber gar nicht schlecht. Es war eigentlich ganz lustig und ganz interessant, aber nichts Überragendes. Eher was Nettes, Kleines für zwischendurch.



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