Samstag, 15. Dezember 2012

[Rezension] Der Meister




Taschenbuch: 413 Seiten
Verlag: blanvalet (2005)
Sprache: Deutsch
Preis: 8,95€
Buchreihe: Ja, 2 von 9




Ein heißer Sommer in Boston.
Detective Jane Rizzoli wird in ein Villenviertel gerufen, wo sie die Leiche des Arztes Richard Yeager vorfindet. Die kriminaltechnische Untersuchung ergibt, dass Gail Yeager vor den Augen ihres Mannes vergewaltigt wurde, bevor ihm die Kehle durchgeschnitten wurde. Und Gail Yeager ist verschwunden.
Das perverse Arrangement des Mordes ruft in Jane quälende Erinnerungen wach. Erst vor einem Jahr hat sie einen psychopathischen Serienkiller verhaftet - nachdem sie ihm beinahe selbst zum Opfer gefallen wäre. Und plötzlich stellt Jane entsetzt fest, dass sie auch diesmal immer mehr ins Zentrum des Geschehens rückt...


Heute habe ich einen Mann sterben sehen.


Leider hatte ich schon nach ein paar Seiten das Gefühl, dass ich die Geschichte irgendwoher kenne. Das Problem ist nämlich, dass aus den Büchern ja eine Serie geworden ist und ich die erste Staffel so extrem gut fand, dass ich nur aus diesem Grund dazu entschlossen habe, die Bücher zu lesen, da ich mich aber noch an einige wichtige Details erinnere, hat das der Geschichte ein bisschen Spannung genommen. Es gab nicht wirklich diese Spannung, aber sie hätte zu dem Ende vermutlich auch nicht gepasst. Trotzdem ist das der Grund dafür, dass ich ein paar Pünktchen abziehe. (Aber es kann natürlich auch gut sein, dass es einfach nur für mich nicht spannend war.) Das Buch hat mir, wie der erste Teil, wieder sehr gut gefallen. Vor allem der Schreibstil. Die Protagonistin ist mir auch sehr sympathisch und ich kann viele ihrer Haltungen und Handlungen gut nachvollziehen. Des Weiteren wurde auch oft aus der Sicht des Mörders den man schon aus dem ersten Buch kennt erzählt, was mir gut gefallen hat. Ich finde es immer interessant in den Kopf eines solchen Menschen hineinzusehen und festzustellen, dass er ja bis auf seine kranke Neigungen gar nicht so unterschiedlich gegenüber normalen Menschen ist. (Macht das Sinn?) Man kann definitiv nicht sagen, dass er sympathisch ist, aber es ist doch interessant, wie er ein Zeit lang Dinge beschreibt, die man selbst vielleicht genauso beschreiben würde und danach zu seinen Fantasien abschweift, die wirklich abartig sind.
Ich weiß nicht, ob ich das beim letzten Teil schon gesagt habe, aber das Buch ist nicht wirklich blutig. Also schon. Aber nicht so blutig und ecklig, dass man es nicht lesen könnte. Das, was das Buch eigentlich ausmacht, ist die Unruhe und Angst, die man bekommt, wenn man es liest. Ich habe es ja schon länger in meinem Bücherregal stehen und habe ich immer etwas geziert, es zu lesen, weil ich genau wusste, was für "Gefühle" es in mir wecken wird. Das klingt merkwürdig, aber ich war, während ich das Buch gelesen habe, sehr... verunsichert, als ich beispielsweise in der Nacht auf die Toilette gehen wollte und hatte das Gefühl, dass mich gleich jemand entführt oder umbringt. (Aber das habe ich eigentlich öfter. :D) Dieses Gefühl passt übrigens auch sehr gut zum Mörder, da er genau das in seinen "Opfern" hervorrufen will.
Das Buch hat mir wirklich gut gefallen und ich freue mich schon darauf, den nächsten Teil zu lesen! :)



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