Samstag, 22. September 2012

[Rezension] Der Mädchenmaler



Taschenbuch: 383 Seiten
Verlag: cbt
Sprache: Deutsch
Preis: 7,90€
Buchreihe: Ja, 2 von 5



An die Freundin ihres neuen Mitbewohners, Ilka, kommen Jette und Merle nicht wirklich heran. Dann verschwindet sie plötzlich spurlos. Die Polizei tappt im Dunkeln.
Jette beginnt auf eigene Faust zu ermitteln – und kommt bald einem dunklen Kapitel in Ilkas Vergangenheit auf der Spur …


Lautlos und ohne Licht glitt der graue Mercedes heran und blieb stehen.


Zuerst dachte ich, dass das Buch ein Kuscheldecken-Tee-Regen-Stimmung-Buch ist, aber ehrlich gesagt ist die Stimmung eher kühl und grau ist. Vielleicht ist das ja der Grund, weshalb ich mich in eine Decke einkuscheln wollte? :)
Es ist schon relativ lange her, seitdem ich den letzten Thriller bzw. Krimi gelesen habe. Ich glaube der letzte war "Die Chirurgin" von Tess Gerittsen, oder? Wenn man jetzt "Für alle Fälle Liebe" nicht mitzäht, was man nicht wirklich kann, weil es nicht wirkich spannend war, aber das habt ihr ja schon in der Rezi gelesen.  Den ersten Teil der Reihe habe ich vor circa einem Jahr gelesen und war sehr begeistert. Dann stellt sich natürlich die Frage, wie es hier war, oder?
Also ehrlich gesagt bin ich von diesem Buch auch ziemlich angetan, aber nicht so begeistert, wie vom ersten Teil. Es gibt viele positive Dinge in diesem Buch. Zum Beispiel die neuen Charaktere Ilka und Mike und auch die Geschichte, die in diesem Buch erzählt wird, finde ich wirklich toll.
Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die mich daran gehindert haben, ihm die volle Punktzahl zu geben.
Zum einen wäre da, dass ich es irgendwie immer schwierig finde, wenn man von Anfang an weiß, wer der Schuldige/Mörder ist. Also so im Allgemeinen. Manchmal, wie in diesem Fall, ist das aber gar nicht schlecht und kann das Buch sogar noch spannender machen. (Ja, ok, das war gerade keine negativer Aspekt. Weiß ich. :D)
Also in diesem Teil ist es mir schwergefallen eine enge Bindung mit den Charakteren aufzubauen. Bei zwei dieser Charaktere finde ich das verständlich. Nämlich bei Ilka und bei Jette. Jette, weil sie noch so "kaputt" von dem, was ihr im ersten Teil passiert ist, ist. Also nicht kaputt im Sinne von "müde". Zumindest am Anfang ist das so. Und Ilka ist an sich eine ziemlich verschlossene Person. Mike war mir eigentlich sympathisch, aber auch zu ihm konnte ich keine so "tiefe" Bindung aufbauen. Und ich weiß nicht genau, woran es lag. Auch der Kommisar und Jettes Mutter kamen mir im ersten Teil irgendwie tiefgründiger vor.
Dann hat mir irgendwie die Spannung, die im ersten Teil sehr viel vorhanden war gefehlt...
Die Ermittlungen waren meiner Meinung nach ziemlich kurz. Wenn nicht sogar zu kurz. Ich finde man hätte den Einbruch ruhig weglassen und dafür mehr Ermittlungen einfügen können.
Das Ende kommt auch sehr abrupt. Ich finde da hätte man ruhig noch ein Kapitel à 20 Seiten dranhängen können.



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