Sonntag, 22. April 2012

[Rezension] Das kleine Schwarze






Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Knaur.
Sprache: Deutsch
Preis: 8,95€
Buchreihe: Nein




Kann man sich sein Glück selbst schneidern?
Paris in den 20er Jahren. Isabelle Varlet folgt einer langen Familientradition und wird Schneiderin. Ihre große Begabung führt sie in die französische Hauptstadt. Dort findet sie eine Anstellung in den Ateliers on Coco Chanel, dem neuen Stern am Modehimmel. Isabelle kann ihr Glück kaum fassen.
Doch die neue, aufregende Welt, in der sie sich bewegt, lebt von Extremen: Fortan zeichnen Glanz und Entbehrung auch Isabelles Leben.



Statt zu sterben, lernte ich zu nähen.


Ich habe mir das Buch hauptsächlich gekauft, weil ich mich für Mode interessiere und ich den Einblick in den Aufstieg von Chanel ziemlich ansprechend fand.
Vorne weg möchte ich gleich sagen, dass ich nicht weiß, wie gut das Ganze historisch erforscht wurde. Meiner Meinung nach wird Coco Chanel sehr authentisch beschrieben.
Aber erst mal zur Protagonistin Isabell. Isabell Varlet wächst bei ihrer Großmutter auf, weil ihre Eltern beide gestorben sind. Ihr Schicksal ist auch sonst wirklich hart und wäre heutzutage wahrscheinlich ein richtiger Skandal. Das Buch kümmert sich aber eher am Rand um die Schicksale, hauptsächlich geht es natürlich um die Mode, obwohl auch die Umstände nach dem ersten Weltkrieg beschrieben werden. Das finde ich ebenfalls total lesenswert, weil es meiner Meinung nach einfach zu dem Thema dazugehört. Ich weiß nicht recht, ob sie mir sympathisch ist oder nicht. An sich kann ich mich ganz gut in sie hineinversetzen, aber an manchen Stellen kann ich es auch gar nicht. Es ist irgendwie ein Ewiges hin und her.
Dann gibt es noch ihre Arbeit als Schneiderin und die sehr ausführlichen Beschreibungen der Kleider und Kostüme, die sie für Chanel näht. Diese finde ich sehr gelungen. Ihre Auseinandersetzungen mit Mademoiselle (wie sie hier immer genannt wird), also Coco Chanel, finde ich auch total realistisch. Dass sie nie zufrieden war, kann ich mir gut vorstellen.

So jetzt zur Kritik: Erst mal versteh ich den Titel des Buches nicht. In dem Buch geht es zwar um Chanel und die Zwanziger Jahre und dafür war das kleine Schwarze ja auch bekannt, aber es wird nicht einmal so ein Kleid genäht oder hat eine ähnliche Beschreibung. Es gibt in der Mitte einen Teil, so circa von Seite 200 bis 350, der ziemlich zäh ist. Wenn man sich nicht wirklich mit Nähen von Kleidern beschäftigt hat (so wie ich), ist es ziemlich schwer sich mit den ganzen Begriffen zurechtzufinden. Ein paar werden zwar am Ende des Buches erklärt, aber ich habe die letzten Seiten natürlich nicht am Anfang gelesen und das erst ziemlich spät bemerkt. Ich konnte mich nur dazu überwinden weiterzulesen, indem ich mir konkret vorgenommen habe, eine bestimmte Anzahl von Seiten zu lesen. Ich habe den mittleren Teil komplett an diesem Wochenende gelesen, aber auch nur, weil ich das Buch endlich durchhaben wollte. Es liegt ja wirklich schon ziemlich lange auf meinem Nachttisch.
Der Schreibstil hat mir auch nicht so gut gefallen.
Alles in allem war es zwar ganz nett, aber man muss es definitiv nicht gelesen haben.








Kommentare:

  1. Ach Gott, die Idee mit den Herzen ist ja süß!:)
    Dein Header ist wunderschön!:)

    http://limitless-carolin.blogspot.de/

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